JAV unterstützt Azubis

JAV unterstützt AzubisDie JAV unterstützt Azubis. Was genau bedeutet das und wie arbeitet die Jugend- und Auszubildendenvertretung im Werk Konzell? Im Gespräch mit Matthias Raab und Stefan Stöger konnte Cornelia Schötz, Verfahrensmechanikerin im 2. Lehrjahr, vieles über die JAV erfahren.

Hallo zusammen. Stellt euch bitte kurz vor.

Matthias Rab: Ich bin 20 Jahre alt und seit vier Jahren bei Bischof + Klein in Konzell als IT-Systemelektroniker beschäftigt. In der Jugend- und Auszubildendenvertretung bin ich der Vorsitzende. (Foto: rechts)

Stefan Stöger: Ich bin 20 Jahre alt und ebenfalls seit vier Jahren bei Bischof + Klein. Allerdings bin ich Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik. (Foto: links)

Was ist und was macht die Jugend- und Auszubildendenvertretung?

Stefan: Die JAV wird alle zwei Jahre von den jugendlichen Beschäftigten, den Auszubildenden und den dualen Studenten aus dem Betrieb gewählt. Wählbar sind alle Beschäftigten, die das 25. Lebensjahr noch nicht erreicht haben. Der JAV-Vorsitzende und  die JAV-Mitglieder bilden gemeinsam die Ansprechpartner für alle Fragen und Probleme für alle Jugendliche, Auszubildenden und dual Studierenden. Wir achten unter anderem darauf, dass alle Gesetze, Tarifverträge und sonstige Vorschriften eingehalten werden.

Was hat euch dazu bewegt, in der JAV mitzuwirken?

Matthias: Mir war schon immer der Kontakt zu meinen Kollegen und Kolleginnen wichtig. Vor allem aber auch die Integration der Auszubildenden in unser Team. Außerdem bereitet es mir  immer wieder sehr viel Freude, wenn ich mich für andere einsetzten kann.

Stefan: Das Amt hat was mit sozialen Engagement zu tun, denn du hilfst anderen, wenn sie Probleme haben. Dies bewegte mich dazu, Mitglied der JAV zu werden.

Was gefällt euch besonders gut bei der JAV?

Matthias: Die Diskussionen, die des Öfteren bei den JAV-Sitzungen entstehen und zu wissen, dass wir den Azubis bei ihren Problemen helfen können.

Stefan: Mir gefällt besonders die gute Zusammenarbeit im Team. Außerdem gefällt es mir, für die Azubis die Ausbildung zu verbessern und gemeinsam  mit meinen JAV-Kollegen Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten.

Welche Aufgaben hat die JAV?

Matthias: Grundsätzlich ist es unsere Aufgabe, darauf zu achten, dass die Gesetze (Ausbildungsverordnungen, Ausbildungsrahmenpläne, usw.)  eingehalten werden. Ein weiteres Aufgabengebiet ist es aber auch, den Azubis zur Seite zu stehen, wenn Probleme auftreten.

Welche Fähigkeiten soll ein angehendes JAV- Mitglied mit sich bringen?

Stefan: Das wichtigste ist, Themen, die in der Sitzung oder mit dem Betriebsrat besprochen werden, für sich zu behalten. Man muss selbstbewusst sein und im Team arbeiten können. Außerdem ist es wichtig, Vertrauen zu den Auszubildenden aufbauen zu können und natürlich Durchsetzungsvermögen zu haben.

Gemeinsam habt ihr so einiges für die Azubis umgesetzt, erzählt uns doch bitte mehr dazu.

Matthias: In Zusammenarbeit mit der Personalreferentin Natalie Spannfellner konnten wir mehrere Themen ohne Probleme umsetzen. Zum Beispiel das Thema Azubi-Paten. Hierbei wurden den neuen Auszubildenden Azubis aus dem zweiten Lehrjahr zugeteilt, die ihnen jederzeit zur Seite stehen, falls Fragen über Schule oder betriebliche Angelegenheiten auftreten. Außerdem konnten wir Beurteilungen durchsetzen, in denen die Auszubildenden anonym die Möglichkeit haben, ihre Vorgesetzten zu beurteilen.

Was habt ihr als nächstes geplant?

Matthias: Wir haben in geraumer Zeit eine JAV-Versammlung mit allen Auszubildenden geplant. Hierbei treffen sich dann alle Azubis mit der JAV und dort hat jeder die Möglichkeit, seine Anliegen vorzubringen und es wird versucht, diese zu klären.

Was macht ihr, wenn ihr mal nicht weiterwisst?

Stefan: Können wir dir leider nicht sagen. Dieser Fall ist noch nie eingetreten, aber falls wir wirklich einmal nicht weiterwissen, würden wir Hilfe von unseren Betriebsrat-Kollegen holen.

Warum sollte es möglichst in allen Betrieben eine JAV geben?

Matthias: Eine JAV ist immer gut, da sich diese für die Rechte der Azubis einsetzen kann. Vor allem haben die Azubis Ansprechpartner, falls sie sich jemanden anvertrauen möchten, wenn sie von den Kollegen nicht gut behandelt bzw. nicht gut aufgenommen oder von den Azubis ausgeschlossen werden. Viele sind vor den Vorgesetzen auch sehr schüchtern und können sich deshalb ihnen nicht anvertrauen, deswegen ist es gut, wenn es eine JAV gibt.

Welche Auswirkungen hat das Amt für euch?

Stefan: Die JAV hat uns alle selbstbewusster gemacht, da man hierbei lernt, sich in bestimmten Situationen durchzusetzen. Dadurch sammelt man viele Erfahrungen, unter anderem fällt es einem leichter, mit Vorgesetzten zu reden.

Ändern sich die Anliegen über die Jahre oder bleiben sie gleich?

Stefan: Diese Frage kann man schwer beantworten. Kommt immer auf die Situation an. Es gibt immer verschiedene Themen, die in den Sitzungen bzw. auch mit den Azubis angesprochen werden.

Nehmt ihr auch an Seminaren teil?

Matthias: Ja erst vor ein paar Wochen war ich auf einen Seminar. Hauptthema des Seminars war die systematische Problembehandlung. Aufgebaut von der These bis hin zur Lösung. Ich kann somit die Themen besser einschätzen und auch mit logischen Verstand an die Sache rangehen.

Wie ist der Zusammenhalt der Azubis?

Matthas und Stefan: Hervorragend!

Vielen Dank für das Gespräch!

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