Berufsschule in Ibbenbüren

Berufsschule in IbbenbürenHallo. Mein Name ist Lara Hentschel und ich mache zur Zeit eine Ausbildung zur Industriekauffrau bei der Firma Bischof + Klein in Lengerich. Während meiner Ausbildungszeit besuche ich zwei Vormittage in der Woche die Berufsschule in Ibbenbüren.Zu Beginn meiner Ausbildung wusste ich nicht, was mich in der Berufsschule in Ibbenbüren erwartet. Da ich zuvor auf dem Gymnasium nur in allgemeinbildenden Fächern wie z.B. Mathe, Englisch, Deutsch, Biologie und Geschichte unterrichtet wurde, war ich gespannt, wie der Berufsschulunterricht eines kaufmännischen Berufes organisiert ist.

Zu meinem Stundenplan zählen nun einige mir bekannte Fächer wie Religion und Sport. Auch Englisch wird in der Berufsschule unterrichtet. Allerdings wird hier der Schwerpunkt auf „Business English“ gelegt. Zur Übung werden realitätsnahe Situationen durchgespielt, wie zum Beispiel das Telefonat mit einem englischen Kunden.

Analog zum Englischunterricht unterscheidet sich auch der Deutschunterricht von dem auf dem Gymnasium. Themen des Unterrichts sind das Halten von Präsentationen sowie Aufbau und Sprache eines Geschäftsbriefes. Gegen Ende der Ausbildungszeit wird auch das Thema Bewerbungen intensiv bearbeitet, um die Schüler optimal auf das Berufsleben vorzubereiten.

Besonders spannend sind für mich allerdings die „neuen“ Fächer, die kaufmännischen Hauptfächer. Dazu gehört das Fach „Geschäftsprozesse“. Hier wird das gesamte Industrieunternehmen in die einzelnen Bereiche eingeteilt, u.a. Beschaffung, Absatz, Produktion. Jede Abteilung, ihre Aufgaben und Funktionen im Unternehmen werden inhaltlich besprochen. So bekommt man einen Überblick über die Schritte, die zwischen dem Bestellen eines Rohstoffs und der Auslieferung eines selbst hergestellten Produktes erledigt werden müssen.

Als weiteres Hauptfach werden „Wirtschafts- und Sozialprozesse“ unterrichtet. Da geht es unter anderem um Rechte und Pflichten von Auszubildenden sowie um die Grundlagen wirtschaftlichen Handelns: Wie kommt eine Vertrag zustande? Ab wann bin ich geschäftsfähig? etc. Dies sind allerdings nur einige der Themen, die behandelt werden.

Unterstützend zum Fach Wirtschafts- und Sozialprozesse wird auch das Fach Politik unterrichtet. Die Themen Sozialversicherungen und Steuern gehören hier zum Unterrichtsstoff. Das letzte Hauptfach heißt „Steuerung und Kontrolle“. Hier wird den Schülern vermittelt, wie Buchführung funktioniert, d.h. wie ein Unternehmen all sein Vermögen (dazu gehören unter anderem Gebäude und Maschinen, aber auch Geld auf der Bank) und seine Schulden dokumentiert und ordnet. Außerdem wird vermittelt, wie Preise kalkuliert werden.

Am Ende der Ausbildung legt jeder Auszubildende eine schriftliche und eine mündliche Prüfung ab. Bei der schriftlichen Prüfung werden die drei Hauptfächer Geschäftsprozesse, Steuerung und Kontrolle sowie Wirtschafts- und Sozialprozesse geprüft. Die mündliche Prüfung besteht aus zwei Teilen. Erst stellt der Azubi eine Präsentation zu einem selbst gewählten Thema (aus dem Bereich der Geschäftsprozesse) vor. Im zweiten Teil der Prüfung stellen die Prüfer Fragen.

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